Kindergarten Hohenems

Der Kindergarten Hohenems, auf der GP 8837/1, definiert sich durch die Einfachheit, Kompaktheit, Schlichtheit und Klarheit der Architektursprache als auch durch die Funktionalität des Gebäudes.

 

Als Ausgangsbasis dient ein annähernd kubischer Baukörper der Nord-östlich des Grundstückes situiert wurde. Durch geringfügige Einschnitte in den Baukörper erhält man einen gedeckten Eingangsbereich im Osten sowie einen überdachten Spielbereich im Süden des Gebäudes.

 

Das Naturerlebnis wird durch die durchgehende Glasfassade im Süden ins Gebäude, in die Gruppenräume und den Bewegungsraum hineinprojiziert.

Als Fassadenfarbe wurde der Farbton Rot gewählt, synonym für Wärme, Behaglichkeit, Signal, Kreativität und Wohlbefinden, die charakteristisch für einen Kindergarten stehen. Parkplätze und der Zugangsbereich befinden sich entlang der ostseitigen Grundgrenze.

 

Programmatisch wurde das Gebäude durch den Eintritt des Kindergartentraktes im Erdgeschoß aufgebaut: Diele, Gang wie auch die Garderobe übernehmen eine Verteilerfunktion: Richtung Süden befinden sich die zwei Gruppenräumlichkeiten, Richtung Westen die Sanitäreinheiten und die Küche, von der aus sämtliche Speisen und Getränke in das Ober- bzw. Kellergeschoß durch einen Lastenlift gelangen. Durch das zentral angelegte Treppenhaus erreicht man das Ober- und Kellergeschoss.

Im Obergeschoss befinden sich wiederum auf der Südseite ein weiterer Gruppenraum und der Bewegungsraum, im Norden die Sanitäreinheiten und im Osten ein Büro sowie ein Aufenthaltsraum mit integrierter Teeküche für die Mitarbeiter.

 

Da sich der Kindergarten in einem neuen Wohngebiet befindet, wurde das Gebäude so konzipiert, dass die Kellerräumlichkeiten unabhängig vom Kindergartenbetrieb genutzt werden können, um den Bedarf an Vereins-Veranstaltung-, Seminar-, Gymnastikräumen und vieles mehr zu gewährleisten.

Der Zugang zum Kellergeschoss erfolgt durch einen Treppenabgang im Osten.

Damit die Seminarräume mit ausreichend Tageslicht versorgt werden, wird ein großzügiger Lichtgraben im Norden und Westen platziert, der auch als Ort der Kommunikation, der Begegnung genutzt werden kann und dementsprechend mit Tischen und Sitzgelegenheiten ausgestattet wird. Wichtiges Kriterium ist auch die Freiflächengestaltung des Lichthofes in Form von Pflanzen, die auch als Absturzsicherung fungieren.

 

Die Seminarräume können auch bei Bedarf als Erweiterung des Kindergartens in Form von einer Krabbelgruppe beziehungsweise als Schlafraum genutzt werden.

Neben Umkleide- und Sanitärräumlichkeiten für Damen und Herren befinden sich noch der Technik- und der Lagerraum im Kellergeschoß.